Als Radsport, bezeichnet man Sportarten, die mit dem Fahrrad ausgeführt werden. Dazu gehören der Straßenradsport mit dem Straßenradrennsport, dem Radmarathon, der Radtouristik und der Bahnradsport, Mountainbike, Cyclocross, Trial, BMX, Mountainbike-Orienteering sowie die Hallenradsportarten Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Als Trainingsform und auch als eigenständiges Fitnesstraining hat sich das Spinning, bzw. Indoor Cycling entwickelt. Im Langstreckenbereich gibt es Brevets und Audax-Veranstaltungen für Amateure.
Neben den Straßenrennen waren aber auch Radveranstaltungen auf der Bahn, wie etwa Sechstagerennen und Steherrennen schon in der Frühzeit des Radsports äußerst populär. Einen wichtigen Aspekt des Radsports stellt die Tatsache dar, dass hier das erste systematische Sponsoring im modernen Sport praktiziert wurde: Von Beginn an wurden alle Arten des Radsports von Fahrradfirmen stark unterstützt, weil dadurch die zunächst oft bezweifelte Leistungsfähigkeit des Produkts Fahrrad an sich und später der verschiedenen Fabrikate im speziellen exzellent veranschaulicht werden konnte. Schon in den 1910er Jahren fuhren die Radprofis bei der Tour de France nicht in Nationalmannschaften, sondern wie heutzutage auch in Firmenteams. Dies verdeutlicht die gänzlich andere Entwicklung als in jahrzehntelangen Amateursportarten wie Turnen, Fußball oder Leichtathletik. Generell wird der Radsport neben dem Boxen als bedeutendste und beliebteste Sportart überhaupt eingeschätzt.
Der Straßenradrennsport gehört in West- und Mitteleuropa zu den beliebtesten Sportarten überhaupt. Große Popularität genießt der Radsport in Frankreich, Italien, Spanien (vor allem Baskenland), Belgien (vor allem Flandern), Luxemburg und den Niederlanden. Aber auch in den Ländern, die nicht unter den führenden Radsportnationen genannt werden, wie Großbritannien, Irland und den skandinavischen Ländern erfreuen sich der Radsport und seine Idole hoher Beliebtheit.
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